Angst vor Zuneigung

An einem Kaffeetisch sitzt ein Traumpaar,
von außen betrachtet scheint alles wunderbar,
doch sieht man mal genau hin, trügt der Schein,
wütet ein Gespräch lautstark, böse und gemein.

Wünschte sich die hübsch ansehende Frau,
nur mehr Liebe bevor sie alt wurde und grau,
sie gestikulierte wild und schrie,
warum nur ? sagte sie, warum sagst du es nie ?

Der Mann versank wortlos in seinem Stuhl,
als sie ihn blamierte, vielleicht sei er ja Schwul,
Ihm wurde es zu viel, nahm ihre Hand,
bevor er noch ganz in Grund und Boden verschwand.

Er sah sie traurig und sehr verletzt an,
Wusste nicht mehr weiter, ihm wurde Angst und Bang,
Ich wollte dir niemals weh tun, sprach er.
Aber nach Zuneigung fehlt mir jeglicher drang.

Ich habe nur Angst es zuzulassen,
habe Angst dich mehr zärtlicher anzufassen,
möchte dich nur einfach so genießen,
dich halten und dich nie wieder gehen lassen.

Sie sah ihn an und schwieg die ganze Zeit,
hielt seine Hand und verschwieg ihr weiteres Leid,
Kurz lächelte er, du bist mein helles Licht,
auch wenn es so dunkel ist, du bist meine Sicht.

Du bist meine Augen, meine Farben,
du bist mein Glück mein Segen und alle Narben,
du bist mein Zuhause und mein Hafen,
aber ich habe etwas sehr tief vergraben.

Das ich fürchte, habe ich nie gesagt,
allerdings hast du nie genauer nachgefragt,
dich nur zu verlieren ist meine größte Angst,
Ich bin nicht vollständig ohne dich, ich bin nichts.

Ich liebe dich mehr als Worte sagen,
hatte Angst es gut genug zu formulieren,
denn nichts war dem würdig, also wieso wagen ?
ich will dich nie in meinem Leben verlieren.

Ich hab es nie gesagt und es stört mich,
so eine Frau wie dich hat wirklich mehr verdient,
auch wenn ich alle Jahre dir gedient,
Habe ich es niemals gesagt, Ich liebe dich !

© Dark Owl

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