Kann Horror Literatur sein? Kann Horror Kunst sein? Oder endet jeder Versuch am Ende doch nur in der Aneinanderreihung billiger Schock- und Ekeleffekte? So fragten wir 2005, und das große Experiment hieß “Fleisch und andere Appetitverderber”.

Die Frage ist 13 Jahre und 5 maximal erfolgreiche Fortsetzungen später klar zu beantworten.

Die Fleisch-Bücher, Deutschlands erste Extremhorror-Reihe, ist inzwischen den meisten Lesern bekannt, sie ist und bleibt ein kompromisslos abstoßendes Sammelsurium kranker Phantasien für die Hartgesottensten unter den Hartgesottenen. Doch immer wurde und wird dabei auch auf den literarisch-künstlerischen Aspekt Wert gelegt. Das ist, worin sie sich bis heute von ihren zahlreichen Epigonen unterscheidet. Die hier versammelten Geschichten vereinen extreme Brutalität und Ekelhaftigkeit auf der einen Seite mit guten Plots, Spannungsbögen und Pointen auf der anderen Seite. Sogar ein wenig Humor darf nicht fehlen. Die Auswahl an sehr unterschiedlichen Autoren mit dem ihnen jeweils ureigenen Schreibstil sorgen dabei für maximale Abwechslung, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Fleisch 6 ist ein Sonderband. In jedem Band bisher ging es neben Schmerz und Horror auch immer wieder auf sexueller Ebene sehr explizit zur Sache. Wie das Titelbild bereits andeutet, sind diesmal ausschließlich Geschichten vertreten, die in irgendeiner Weise mit Sex zu tun haben. Aber natürlich sind es allesamt Horrorgeschichten. Schmerz und Wahnsinn sind weiterhin das Leitmotiv der Königin der Horror-Anthologien!

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