Vorstellung + Interview: Marty Ramone

1. Stelle dich den Lesern doch kurz vor
Ich bin im wunderschönen Bad Lauterberg im Harz geboren. Links und rechts gesellten sich die Berge und so durfte ich eine schöne Kindheit in der Natur genießen. Mein Opa zeigte sie mir regelmäßig und infizierte mich nebenbei mit Fantasy, wenn ich mich Sonntagmorgens in sein Bett kuscheln durfte. Er erzählte mir von den alten Fabeln, von den Nibelungen und Siegfried dem Drachentöter.

2. Wie bist du denn zum Schreiben gekommen? Was macht für dich das Schreiben aus?
In meinem Leben sind in den letzten Jahren einige unschöne Dinge passiert. Mir ging es fortan psychisch ziemlich schlecht und ich musste etwas für mich finden, dass mir und meiner Seele helfen konnte. Also fing ich an zu schreiben. Dieses Gefühl, welches dann entstand, kann man eigentlich nur schwer beschreiben. Ein Glücksgefühl, wenn man einen besonderen Absatz verfasst hatte oder meine Charaktere, mit denen ich Freude und auch Trauer teile. Oftmals weine und lache ich mit ihnen, wenn ich mich mal wieder nach versteckten Fehlern in den Büchern begebe.

3. Gibt es denn auch Tage, an denen du nicht so gern schreibst? Oder ist das Schreiben deine absolute Leidenschaft?
Ich bin seinerzeit beim Schreiben regelrecht aufgeblüht. Jede freie Minute nutzte ich und war mit meinem Laptop im stillen Kämmerlein verschwunden. Dabei machte es mir große Freude, eine besondere Welt mit ebenso besonderen Figuren zu kreieren.
Zurzeit schreibe ich gar nicht. Bis April hatte ich schon 100 Seiten vom vierten Teil fertig. Aber dann wurde ich schwer krank und fiel in ein tiefes Loch, aus dem ich mich nur sehr schwer befreien kann. Außerdem bin ich sehr enttäuscht, dass die Bücher nicht so angenommen werden, wie sie es sich eigentlich verdient hätten. Das liegt aber daran, dass man als kleiner Autor nur schwer auf sich aufmerksam machen kann und die Leute lieber Mainstream kaufen, da ihnen vorgegaukelt wird, dass das Buch eines großen Verlages das bessere ist. Ich habe jedenfalls das vierte Buch größtenteils erstmal wieder verworfen. Ein neuer Ansatz muss her. Doch wird es bestimmt eine Fortsetzung geben, da die Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.

4. Wo holst du dir deine Inspiration?
Zum einen aus persönlichen Erlebnissen, zum anderen aus der Natur: Wenn ich so durch meine Berge und Felsen schlendere(ich wandere ja gern, was meine Bücher unschwer beweisen), genieße ich diese brachiale Natur einerseits und andererseits erinnere ich mich dann an tolle Zeiten, meine erste Liebe, schöne Bücher, Filme und Comics, die mich seinerzeit faszinierten.

5. Warum Horror?
Weil Horror einfach am geilsten ist. Als Teenies haben meine Freunde und ich uns zu dem Thema alles reingezogen. Heute sehe ich das etwas differenzierter. War auch viel Müll bei den Filmen auf VHS dabei. Allerdings besteht immer noch eine große Liebe zum Grafen Dracula und den Alien Filmen. Des Weiteren gibt es ja buchtechnisch immer etwas Neues zu entdecken.

6 Tee oder Kaffee?
Kaffee

Sommer oder Winter?
Ich komme aus dem Harz und hasse Schneeschippen. Zudem liebe ich es im Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen zu wandern. Also ganz klar SOMMER!

Berge oder Meer?
Berge! Obwohl das Meer auch durchaus reizvoll sein kann.

Träumer oder Realist?
Träumer natürlich! Ich mag die Erinnerung an frühere Zeiten, wo alles seinen Weg ging. Wo die Menschen sich nicht wie heutzutage jeden fucking Day auf neue Dinge einstellen müssen, die so manchen fix überrollen. Und wenn man nicht immer am Ball bleibt, holt einen die Hölle schneller zu sich, als man denkt.

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